Einführung

Neben grundsätzlichen Betrachtungen der Welt geht es in der Astrologie natürlich auch um Lebenshilfe in ganz praktischen Angelegenheiten. Vielleicht durchlebt man aktuell eine Krise – sei sie persönlich, partnerschaftlich, gesundheitlich oder existentiell, hat eine wichtige Entscheidung zu treffen oder sucht eine Orientierung für seine Lebensplanung.

Oder es geht um kardinale Fragen des Lebens: Wer und wie bin ich – wo komme ich her – wo gehe ich hin – was kann und soll ich tun? Wie sind bisherige Lebensverläufe zu deuten, gibt es so etwas wie dahinterliegende Muster, einen „Sinn“? Welches Leben entspricht mir, wer und was macht mich glücklich?

Der Fragenkatalog umfasst alle möglichen Themen des Lebens – im Zweifelsfalle fragen Sie einfach nach: Möglicherweise lässt sich für Ihr Anliegen astrologisch eine Antwort finden.

Es geht dabei übrigens nicht um „Beratung“ – einem Rat folgt man unbegriffenerweise oder auch nicht – sondern um Klärung, so dass man sich besser versteht und dann aus dem Empfinden heraus Entscheidungen trifft, in sein eigenes Leben und Dasein gelangt.

Einige gängige Themen:

  • Ein Personenhoroskop zeigt Anlagen und Verhaltenscharakteristiken eines Menschen – also die Themen seines Lebens, die Startbedingungen, unter denen er antritt, die Anlagen, die er in diesem Milieu brauchte und das Zeitmuster, nach dem sich diese entfalten wollen, sozusagen das „Drehbuch“ seines Werdegangs. Das Geburtsbild beschreibt Befähigungen, Talente und Begabungen, aber auch potentielle Blockaden und Verhinderungen und wie man diese auflösen kann.

    Letztere hängen oft mit den Beziehungen der Personen in einer Herkunftsfamilie zusammen und lassen sich klären, z.B.: Wer nimmt welche Position in der Hierarchie ein (wer ist der „König“, wer das „schwarze Schaf“, das unerwünschte Kind oder Mamis Liebling), wo gibt es Koalitionen und Rivalitäten, wer ist im Krankheitsfall der Symptomträger des Systems – und was bedeutet diese erste Prägung im Gesamtzusammenhang eines Lebens. Oft werden die Erlebnismuster der frühen Kindheit im späteren Leben unbewusst immer wieder in anderen Situationen neu inszeniert, etwa in der Partnerwahl, bis der Wiederholungszwang bewusst wird und möglicherweise gelöst werden kann.

    Es geht also darum, zu deuten, in welchen Zusammenhang man geboren wurde und welche Lebensaufgaben zu lösen sind – denn ein völlig spannungsfreies Geburtsbild gibt es nicht – worin womöglich die Bestimmung eines Lebens liegt, welche Lebensformen geeignet sind, was ein Mensch braucht, um ein seinem Wesen gemäßes glückliches und erfülltes Leben zu führen.
  • Psycho-Somatik im weiteren Sinne: Deutlich verzeichnet sind frühkindliche, auch vorgeburtliche Prägungen und Erfahrungsmuster, psychische und körperliche Vererbungen in Form von Krankheitsdispositionen – auch generationsübergreifend im Sinne einer Epi-Genetik. Es bieten sich Möglichkeiten zur Diagnose und Therapie von Krankheiten (z.B. über eine astrologisch orientierte Homöopathie) in Verbindung mit zeitlichen Aussagen: Welche Krankheitsdispositionen liegen vor, wann und unter welchen Bedingungen können diese problematisch werden, was steckt inhaltlich dahinter, und wie sind sie zu entschärfen?
  • Beziehungen: In Partnervergleichen lässt sich entschlüsseln, worin die unbewusste Anziehung besteht, was miteinander möglich ist und wann.
  • Berufswahl: Talente und Befähigungen erkennen – auch schon im Kindesalter.
  • Existentielles: Fragen zu geeigneten Wohnsitzen, Unternehmensgründungen, Investitionen, Kauf von Objekten (z.B. Autos).
  • Terminwahl: Suche nach geeigneten Zeitpunkten für Verträge, Projekte, Reisen, Vorhaben jeder Art.
  • Prognosen: Ein Geburtsbild ist sozusagen eine Landkarte Ihrer Persönlichkeit wie auch ein Fahrplan durch die Zeit: Wenn das Leben, einem Fluss vergleichbar, von der Quelle bis zur Mündung im Meer verläuft, erfahren Sie etwas darüber, welche Orte Ihre „Landschaft der Zeit“ beherbergt, welche Erfahrungen dort auf Sie warten und wann der Fluss Ihres Lebens die verschiedenen Regionen durchläuft – seien es Wüsten, steiniges Gelände oder blühende Oasen. Es geht dabei nicht um Wahrsagerei, sondern um Hinweise, wann Sie in welche Entwicklungsphasen kommen, wie diese sich konkret manifestieren können und wie sie ggf. zu nutzen sind – was man jeweils tun kann oder besser lässt.

    Was die Anlagen und deren zeitliches Entwicklungsmuster angeht, so scheint der Mensch zwar festgelegt zu sein. Form ist Schicksal in dem Sinne, daß jede Gestalt ihre Grenzen und ihren eigenen Werdegang hat – ein Baum hat andere Erlebnismöglichkeiten und Grenzen als ein Vogel – Spielraum besteht aber offenbar im Verhalten, also darin, wie man mit den Inhalten umgeht: Aktiv oder passiv, konstruktiv/destruktiv – und im Bewusstsein, ob man seine angelegte Gestalt und die damit verbundenen Entwicklungswege akzeptiert oder abwehrt und verdrängt.

    Das Verdrängte, Ungelebte, Liegengelassene bahnt sich dann als äußere Infragestellung seinen Weg in die Realität, um gelöst zu werden – man zieht dann bestimmte Situationen und Personen an. Insofern schafft sich der Mensch sein Schicksal je nach Bewusstseinslage selbst.